Dill - ein aromatisches Gewürz oder
auch eine angenehme Körperlotion

Dill Ursprünglich ist der Dill im südwestlichen Asien beheimatet gewesen. Durch den heutigen Anbau als Gewürzpflanze ist er inzwischen aber auch im südlichen und mittleren Europa, gelegentlich auch verwildert bei uns anzutreffen. Er ist an Wegen, auf Feldern und auf Schuttablagerungen zu finden. Der Dill ist eine einjährige, stark aromatisch riechende Pflanze. Es kommt vor, das er mit dem Fenchel verwechselt wird, jedoch riecht er weniger angenehm.

Die zwar honigarmen, aber nichts desto weniger stark duftenden kleinen Blüten ziehen Fliegen und Bienen magisch an. Bereits seit uralten Zeiten ist der Dill den Menschen als Heil- und Gewürzpflanze bekannt. In zahlreichen Schriften des Altertums fand er daher Erwähnung. Aus einer stelle im St. Matthäus-Evangelium geht hervor, daß im 1. Jahrhundert n. Chr. Dill, Kümmel und Pfefferminze bei den Juden in Palästina sogar mit einer Steuer belegt waren.

DillDie römischen Gladiatoren haben sich vor ihren Kämpfen den Körper mit den aus den Früchten des Dills gewonnenen Öl eingerieben. Heute wird Dill vor allem als Gewürz verwendet, für Gurken, Salate, Suppen etc. Das junge Dillkraut wird zum Einlegen von sauren Gurken und Sauerkraut benutzt.

Vorkommen: In Mitteleuropa nur verwildert; in Ödland, an Wegrändern und auf Feldern, bis etwa 600 m.

Merkmale: 20 cm - 1 m hoch. Einjährig, Blüten gelb (Juni - August) in Dolden mit 15 - 30 ungleichen Strahlen, Geruch stark, fenchelartig. Geschmack aromatisch, pikant.

Wirksame Teile: Früchtchen (September) an schattiger Stelle trocknen.

Medizinische Eigenschaften: Entzündungshemmend, krampflösend, magenwirksam, windtreibend.

Anwendung: Innerlich und äußerlich, siehe einschlägige Fachliteratur.