Schwarzer Holunder ist nicht nur gesund sondern schmeckt auch lecker!

Unsere Artgenossen, die das Vergnügen hatten, diesen Planeten während der Steinzeit zu bevölkern, kannten bereits den Schwarzen Holunder. Ebenso wußten die alten Griechen und Römer ihn häufig zur Anwendung zu bringen. Der Holderbusch hat so im Glauben und Volksbrauchtum eine große Rolle gespielt, was ja bekanntlich von vielen Märchen bezeugt wird. Daher ist es nicht verwunderlich, das wir den Strauch in der Nähe von Dörfern, auf Bauernhöfen und am Rande von Bauerngärten antreffen. Ehemals ist er gepflanzt worden, um gute Hausgeister anzuziehen. Heute ist das wohl auch wegen seines intensiven, etwas unangenehmen Geruchs, nur noch selten der Fall.

Der Schwarze Holunder hat in der Heilkunde eine vielfältige Anwendung zu verzeichnen: in erster Linie die Blüten, z. B. als Aufguß, und die Beeren finden Anwendung. Ein Aufguß der Blüten wirkt schweißtreibend und wird gern bei fiebrigen Erkrankungen verabreicht. Schichtweise zwischen Äpfel in einen verschlossenen Karton gelegt, helfen sie, diese länger frisch zu halten. Im Ausbackteig gewendet ergeben sie eine wohlschmeckende Süßspeise. Aus den Früchten läßt sich Saft, gut bei Erkältungen, Holundersuppe, Mus und Eingemachtes herstellen.

Holunderbeeren

Vorkommen: In Europa, außer im hohen Norden, in Wäldern und Gebüschen, bis 1500 m.

Merkmale: Bis über 7 m hoher Strauch oder Baum. Blüten weiß bis gelbweiß (Juni-Juli) in Scheindolden mit meist 5 Hauptästen. Beeren schwarzviolett, Geschmack säuerlich.

Wirksame Teile: Blüten, reife Früchte, Blätter, an der Luft trocknen.

Medizinische Eigenschaften: Abführend, blutreinigend, erweichend, harntreibend, schweißtreibend.

Anwendung: Innerlich und äußerlich, siehe einschlägige Fachliteratur.