Kornblume - das leuchtende Blau
erfreut mich immer wieder.

Gelegentlich kann es auch mal vorkommen, daß uns die für gewöhnlich dunkelblau blühende Kornblume mit weißen oder rosafarbenen Blüten überrascht. Diese Arten werden häufig in Ziergärten angepflanzt. Da in der industriellen Landwirtschaft mehr und mehr Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt werden, ist sie an ihrem eigentlichen Platz, auf den Kornfeldern, nur noch selten anzutreffen. Auf sandigen, kalkarmen Böden ist sie mitunter noch zu finden.

Auf den sagenumwobenen Kentaur Chiron ist der lateinische Gattungsname dieser Flockenblume zurück zu führen. Diese Erscheinung, halb Mensch, halb Pferd, ist der Erzieher des jungen Achillis gewesen und galt außerdem als heilkundig.

Den leuchtend blauen Blüten ist in früheren Zeiten eine wohltuende Wirkung auf die Sehkraft zugeschrieben worden, dies besonders bei blauen Augen. Der Bergflockenblume, einer verwandten Art der Kornblume, wird eine ähnlich günstige Wirkung zugestanden.

In unserer Zeit ist die Kornblume in erster Linie wegen ihres Gehaltes an Bitterstoffen bei Verdauungsstörungen zu empfehlen.

Vorkommen: In den meisten Ländern Europas; auf nährstoffreichen und kalkarmen Böden; bis etwa 1800 m.

Merkmale: 30 - 80 cm hoch. Ein- bis zweijährig, Blüten leuchtend blau (Mai - September) Geschmack bitter.

Wirksame Teile: Ganze Pflanze, Blüten, Früchtchen (Juni - August), rasch unter Luftzufuhr trocknen.

Medizinische Eigenschaften: Abführend, adstringierend, blutreinigend, erweichend, harntreibend

Anwendung: Innerlich und äußerlich, siehe einschlägige Fachliteratur.