Sanddorn - ein sehenswertes
Schmuckstück im Garten

Der Sanddorn ist ein dorniger Strauch, der das Licht liebt. In Mitteleuropa ist er in erster Linie auf Kies und Sand an den Meeresküsten so wie in den Alpen und auf Flussanschwemmungen im Alpenvorland anzutreffen. Vielfach wird er in der heutigen Zeit auch zur Bodenbefestigung an Bahnböschungen und Straßen angepflanzt. In den Gärten ist er oft als Zierstrauch zu finden.

Seine leuchtend orangeroten, beerenartigen Scheinfrüchte entwickeln sich aus dem Blütenboden und umschließen die nußartige, meist einsamige eigentliche Frucht. Die Scheinbeeren, die gern zu Marmelade bzw. Gelee verarbeitet oder einfach als Speisezugabe gereicht werden, haben einen recht hohen Vitamin-C-Gehalt.

Wenn ich eine reiche Ernte erzielen möchte, ist es erforderlich, mehrere Sträucher anzupflanzen, unter denen sich sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen befinden müssen. Der Sanddorn ist eine zweihäusige Pflanze, d. h. die eingeschlechtlichen Blüten sind nach Geschlecht auf verschiedene Sträucher verteilt.

Erst im Laufe des Mittelalters ist vermutlich die heilkräftige Wirkung des Sanddorn für den Menschen erkannt worden.

Vorkommen: In Mitteleuropa, vor allem an Küsten, in den Alpen und im Alpenvorland, auf rohen Sand- und Kiesböden, bis etwa 1900 m.

Merkmale: 1 - 6 m hoher Strauch, dornige, sparrige Äste mit dunkelbrauner Rinde, Blüten grünlich (März bis Mai) Scheinfrucht orange, Geschmack säuerlich.

Wirksame Teile: Scheinbeeren (September - Oktober).

Medizinische Eigenschaften: Adstringierend, antiseptisch, gegen Skorbut, tonisch, wurmtreibend.

Anwendung: Innerlich, siehe einschlägige Fachliteratur.